Samstag, 29. Januar 2011

Die Sage vom Fragezeichen

Es war einmal ein Zeichen. Dieses Zeichen war Teil eines Alphabets.
Lange hatte das Zeichen so vor sich hin existiert, doch irgendwie war es nicht ganz zufrieden.
Denn es wollte eine Antwort finden auf die Frage:
Wozu bin ich hier? Würde ohne mich nicht alles genauso gut funktionieren? Braucht das Alphabet mich wirklich?

Es hatte lange darüber nachgedacht, ohne eine Antwort auf diese Frage zu finden.
Schließlich wurde es ungeduldig, denn es wollte nicht einfach weiter existieren, ohne eine Antwort auf diese Frage zu kennen.

Ich möchte dieses Zeichen im folgenden das Fragezeichen nennen.

Da das Fragezeichen merkte, dass es alleine wohl keine Antwort auf seine Frage finden würde, ging es einfach zu einem der anderen Zeichen und fragte es:

Wozu bin ich hier?

Das Zeichen, das das Fragezeichen als erstes fragte - nennen wir es mal das Zeichen Nr. 1 - wusste keine Antwort.

Es sagte zum Fragezeichen: "Das ist eine gute Frage, die auch ich mir schon oft gestellt habe. Kannst du denn umgekehrt mir sagen, wozu ich nötig bin?"

Und das Fragezeichen antwortete: "Nein, auch das weiß ich nicht."

Und die beiden Zeichen gaben sich gegenseitig ein Versprechen:

Wenn eines von beiden eine Antwort auf die Frage des anderen finden würde, würde es ihm diese Antwort mitteilen.

Und dann machten sich die beiden Zeichen auf, um eine Antwort auf die beiden Fragen zu finden...
Die Frage: Wozu bin ich hier?
Und die Frage: Wozu ist derjenige hier, der mir diese Frage gestellt hat?

Sie gingen also ihrer Wege und fragten jedes der anderen Zeichen, die sie unterwegs trafen:
-Wozu bin ich da?
-Wozu ist das Zeichen da, das mir die Frage stellte?
-Und wozu all die Zeichen, die davor schon gefragt hatten?

Und die Zeichen, die sie trafen, taten das gleiche.

Und so fragten sich die Zeichen immer wieder gegenseitig...

Jetzt fragst du dich vielleicht:

Haben sie denn jemals eine Antwort erhalten?

Wie die Geschichte weitergeht, erfährst du in einem der nächsten Posts.

Ich muss nur erst jemanden finden, der es weiß...

Montag, 24. Januar 2011

Projekt 0. Eine Geschichte.

Es war einmal ein Universum.
In diesem, irgendwo, irgendwann, gab es einen Planeten.
Auf diesem entstand Leben.
Im Laufe der Zeit entwickelten sich intelligente Lebewesen.
Lebewesen, die vielerlei Geräte bauten.
Geräte, um das Universum zu untersuchen und zu verstehen, und um aufzuschreiben, was sie herausfanden.

Eines Tages jedoch erkannten die Wesen, dass ihr Planet bald unbewohnbar werden würde. Sie wussten zwar, dass es viele andere Planeten im Universum gab, jedoch kannten sie keinen bewohnbaren Planeten, der nahe genug gewesen wäre, um dorthin umzusiedeln.

Das war traurig, denn die Wesen hatten im Laufe ihrer langen Geschichte vieles gelernt und verstanden, was sie für mitteilenswert hielten.
Also sammelten sie all dieses Wissen: alle großen und kleinen Werke ihrer Literatur, vor allem aber alle wissenschaftlichen Erkenntnisse. Und auch die Erbanlagen ihrer Art und vieler anderer Arten, die auf ihrem Planeten lebten oder einmal gelebt hatten.

All diese Daten packten sie auf kluge Weise zusammen in einen stabilen Behälter und brachten ihn auf eine Reise ins All. Auf einem Weg durch die Raum-Zeit, der darauf angelegt war, mit großer Wahrscheinlichkeit auf andere bewohnbare Planeten zu stoßen.

Samstag, 4. Dezember 2010

Der Minister für Sicherheit informiert

Es gibt sehr konkrete Hinweise, dass irgendwer irgendwann irgendwo einen Anschlag verüben wird.
Seien Sie also wachsam und melden Sie verdächtige Personen der Polizei. Verdächtig ist z.B., wer
  • fremdländisch aussieht
  • eine fremde Sprache spricht
  • fremdländische Musik hört
  • sich auffällig verhält
  • versucht, unauffällig zu wirken
  • sich durch Schal, Mütze oder Bart vermummt
  • einen Rucksack, Koffer oder sonstiges Gepäck mit sich führt
  • öffentliche Plätze fotografiert
  • seine Wohnung nicht verlässt
  • nachts Besuch bekommt
  • sich auf Flughäfen, Bahnhöfen oder in Menschenmengen aufhält, oder
  • andere Menschen misstrauisch mustert.
Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass wir im Dienste der Sicherheit
  • Ihre Kommunikationsdaten 6 Monate speichern
  • öffentliche Plätze video-überwachen
  • Ihre Körperöffnungen inspizieren, wenn Sie ein Flugzeug oder einen Zug betreten wollen
  • Sie verhaften und einsperren, falls wir Sie als Gefährder einstufen.
Ihr Ministerium für Staatssicherheit.
Wir sorgen dafür, dass Sie sich sicher fühlen können.

    P.S.: Über Weiteres, was verdächtig ist, halten wir Sie auf dem Laufenden.
    Melden Sie alles, was Sie verdächtig finden!

    Sehen Sie jemanden spät abends im Wald gehen?
    Kommen aus der Wohnung Ihres Nachbarn chemische Gerüche?
    Hören Sie seltsame Geräusche?
    Aggressive Stimmen?
    Baut Ihr Nachbar Lautsprecher oder Mikrofone in die Wand?

    Freitag, 3. Dezember 2010

    Das musste mal gesagt werden

    Hitler war ein Patriot.

    Mittwoch, 1. September 2010

    Weisheit Nr.374

    Mühelos geschehen
    die rechten Dinge
    zur rechten Zeit.

    Sonntag, 11. Juli 2010

    Geschichte der Menschheit, Teil 1: Das Reiten

    Die Menschen entdeckten die Möglichkeit, auf Pferden und anderen geeigneten Tieren zu reiten.
    Dies war ein großer Fortschritt, denn nun konnte man größere Distanzen überwinden, und daher ein größeres Reich erobern.
    Die Herrschaftsgebiete dehnten sich aus.
    Auch die Erfindung des Rades war ein großer Fortschritt.
    Die Erfinder des Rades wurden durch die damaligen Patentgesetze so reich, dass ihren Nachfahren, den Grafen-Familien Rad und Rund, heute drei Viertel NordEuropas gehören.

    Das Reiten indes hatten nicht die Menschen erfunden. Schon seit Jahrmillionen wurden sie selbst von Flöhen beritten.
    Wahrscheinlich wurden damals Bioniker auf die Fähigkeit der Flöhe aufmerksam und entwickelten daraus die Idee des Reitens auf Pferden.

    Mittwoch, 23. Juni 2010

    Mein Vorschlag: GEZ-Gebühren für Schuhe

    Liebe GEZ-GebührensBeschließer...

    bitte erhebt doch GEZ-Gebühr auf den Besitz von Schuhen!
    Begründung:
    Zur Zeit gibt es überall Public Viewing der Fußball-WM.
    Dies bedeutet, jeder Nicht-Rundfunk-Gerät-Besitzende (=Nicht-GEZ-Kunde) kann seine Schuhe dazu benutzen, um irgendwo die entscheidenden WM-Spiele zu sehen. Da die Rundfunk-Gebühren ja im wesentlichen dazu dienen, für die Übertragung von Sportsendungen zu bezahlen, erschleichen sich die SchuhPiraten hier eine Leistung, für die sie nichts beigetragen haben. Dies ist unfair gegenüber den Schuhlosen.
    Deshalb sollten SchuhBesitzer GEZ-Gebühren bezahlen.

    Diese Argumentation ist analog zu der Begründung, warum ComputerBesitzer GEZ-Gebühren bezahlen sollen: Sie könnten ja die Webseiten von ARD, ZDF und Co aufrufen.
    (Ob sie das tun, ist egal, allein der Besitz eines dafür tauglichen Geräts genügt.)

    Mittwoch, 19. Mai 2010

    Wieviel ist ein Menschenleben wert?

    Neulich las ich einen LeserKommentar zu einer Nachricht über die Ölpest im Golf von Mexiko, der sagte sinngemäß:
    Bei dem Unfall auf der Ölplattform wurden auch 11 Menschen getötet, und das ist doch das Schlimmste daran. Aber die komischen ÖkoFanatiker regen sich stattdessen nur über die UmweltVerschmutzung auf.
    In der Tat: Der Tod von 11 Menschen, sagen wir bei einem Autounfall, wäre kaum eine Nachricht wert, aber die Ölpest ist ständig in den Medien.
    (Andererseits, wenn die 11 Menschen bei einem TerrorAnschlag (in einem westlichen Land) getötet würden, wäre das natürlich auch ein großes Thema in den Medien.)

    Ich gebe zu, ich halte intuitiv die Ölpest für schlimmer und folgenschwerer als den Tod der 11 Arbeiter.
    Manche Menschen stellen ein MenschenLeben über alles. Wie schlimm ist im Vergleich dazu z.B. das Aussterben einer ganzen Tierart? Kann man einen objektiven Vergleichsmaßstab finden?

    Wenn eine Tierart ausstirbt, geht genetische Information, die sich über Jahrmillionen entwickelt hat, unwiederbringlich verloren. Wenn ein Mensch stirbt, gehen seinen Erinnerungen und seine Persönlichkeit verloren. Man könnte also die Informationsmenge vergleichen, oder besser den Aufwand, der erforderlich war, diese Informationen zu finden. (Den "Rechenaufwand", wenn man das Universum als Computer sieht.)

    Aber das Wichtigere ist wohl das Leiden. Nur leider wissen wir nicht, in welchem Maß Tiere (oder gar Pflanzen) leiden. Das hängt damit zusammen, dass niemand weiß, was Bewusstsein eigentlich ist. Was kein Bewusstsein hat, kann auch nicht leiden. Aber was hat Bewusstsein? Streng genommen weiß ich nur, dass ich selbst Bewusstsein habe. Aber "aus Symmetriegründen" bin ich mir sicher, dass alle Menschen Bewusstsein haben, und (nicht ganz so sicher) auch alle Säugetiere, oder alle Tiere mit einem hochentwickelten Gehirn.
    Sicherlich ist Bewusstsein (und damit LeidEmpfindungsFähigkeit) eine graduelle Eigenschaft. Je nach Größe und Aufbau des Gehirns wird ein Wesen mehr oder weniger bewusst erleben.

    Oder ist Bewusstsein und Leiden usw. alles sowieso nur Illusion?
    Oder hat alles Bewusstsein, jedes Atom ein bisschen, oder so?

    Montag, 19. April 2010

    Spekulanten und so

    Neulich las ich in der Zeitung, der Ölpreis könnte 14 ct. niedriger sein, wenn die Spekulanten nicht wären.
    Böse Spekulanten?
    Spekulanten wollen zu niedrigen Preisen einkaufen, um zu höheren Preisen zu verkaufen. Wenn sie erfolgreich sind, gleichen sie also Preisschwankungen aus.
    Das Öl ist eine endliche Ressource, da ist es leicht, auf steigende Preise zu spekulieren. Und es ist ja zu niedrig angesetzt, wenn der Preis für das Öl nur die Förderkosten abdeckt, aber nicht die Tatsache berücksichtigt, dass die Ölressourcen in Jahrmillionen entstanden sind und nicht nachgefüllt werden können.
    Deshalb macht ja auch die Besteuerung von Öl Sinn. Oder ein Kartell wie die OPEC. Oder auch Spekulanten, die den Ölpreis frühzeitig nach oben treiben, und so der Wirtschaft mehr Zeit und Anreiz geben, sich auf die Verhältnisse der Nach-Öl-Zeit umzustellen. Und eben auch Öl zu sparen, etwa durch energiesparendere Autos.

    Ein anderes Thema ist die Verlustbegrenzung durch Konkurs.
    Dies macht es zu einer sinnvollen Strategie für Unternehmen oder auch Personen, hohe Risiken einzugehen und entweder sehr reich zu werden oder bankrott zu gehen. Bzw., wenn das Unternehmen groß genug ist, vom Staat "gerettet" zu werden. [Das ist wie bei einem Optionsschein. Der Staat könnte eine Lizenz verlangen, die der Option auf Bankrott entspricht. Der Wert dieser Option muss irgendwie über den Markt geregelt werden.]
    Oder: Verluste werden verstaatlicht, Gewinne werden privatisiert.
    [Warum gründet dann nicht jeder ein Unternehmen?]
    Oder für den einzelnen z.B.: Ich habe noch x Euro Ersparnisse, irgendwann werde ich pleite sein und von Hartz n (n>=4) leben müssen. Warum nehme ich nicht noch so viel an Kredit auf, wie die Banken mir zu gewähren bereit sind, bringe alles ins Kasino und setze es auf eine Zahl.
    Wenn ich gewinne, hab ich genug bis an mein Lebensende. Wenn nicht, hab ich nix verloren, denn pleiter als pleite geht nicht.
    Darüber werde ich mir bei Gelegenheit Gedanken machen.

    Bis dahin,
    euer Wuffel.

    Montag, 8. März 2010

    Einfach mal ein Link

    zum Thema luzides Träumen und Hier-und-Jetzt-Präsenz, auf den ich gerade zufällig gestoßen bin.
    http://www.youtube.com/watch?v=mV0LKyZY1jg